Objektorientierte Programmierung

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Rezepte

Um die Softwareentwicklung verständlicher zu machen, verwendet man verschiedene Analogien und Metaphern. So spricht man von Klienten und Servern, von Beobachtern und Besuchern, Fliegengewichten oder Müllsammlern.

In vielen Software-„Kochbüchern“ findet man verschiedene nützliche Programmierrezepte. Unser Buch ist weder ein „Kochbuch“ noch ein Kochbuch, doch wir finden, zumindest ein Rezept auf der Webseite zum Buch sollte nicht fehlen. Schließlich haben wir es versprochen.

Doch auf dieser Stelle verlassen wir die Welt der Metaphern. Bernhard, die Küche gehört Dir:

Spätzle nach schwäbischer Art

Eine Vorbemerkung: Spätzle lassen sich praktisch mit allem kombinieren. Will Ihnen jemand einreden, dass eine Kombination von Spätzle mit Kartoffelsalat unzulässigerweise zwei Beilagen kombiniert, so können Sie das getrost ignorieren.

Bei Spätzle lässt sich die Menge praktischerweise anhand der verwendeten Anzahl von Hühnereiern steuern. An Zutaten benötigen Sie einfach 2 Hühnereier pro Person, Mehl, etwas Milch und Salz. Recht überschaubar.

Als Werkzeug ist natürlich ein Spätzlesdrücker sehr hilfreich. Allerdings lässt sich auch eine handgeschabte Variante herstellen, die ohne dieses (mittlerweile auch außerhalb Schwabens erhältliche) Gerät auskommt. Dazu später mehr. Auf jeden Fall wird aber eine Abschöpfkelle benötigt.

Und nun zur Zubereitung.

Die Eier in eine Schüssel schlagen. Einen Schuss Milch dazugeben. Einen halben Teelöffel Salz pro 4 Eier dazu. Mehl dazugeben und immer wieder kräftig mit einem Kochlöffel rühren. So lange Mehl dazugeben, bis der Teig eine feste Konsistenz hat. Er darf dann nicht mehr vom Kochlöffel tropfen.

Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen, Salz ins Wasser geben. Einen weiteren Topf mit warmem Wasser gleich daneben stellen. Nun den Teig in den Spätzlesdrücker füllen und dann die Spätzle ins kochende Wasser drücken. Aufkochen lassen und dann abschöpfen und in den zweiten Topf geben. Dann wieder abschöpfen und in eine Schüssel geben. Und dann geht es mit der nächsten Füllung für den Spätzlesdrücker weiter.

Alternative zum Spätzlesdrücker:

Wenn Sie keinen Spätzlesdrücker zur Verfügung haben, können Sie die Spätzle auch nach dem sogenannten handgeschabten Verfahren herstellen. Dabei wird der Topf mit kochendem Wasser fast bis an den oberen Rand gefüllt. Der Spätzlesteig wird dann auf einem Schneidebrett aus Holz verstrichen. Dann wird der Teig Stück für Stück mit einem geraden Messer in das kochende Wasser geschabt. Hierzu kann natürlich auch ein sogenannter Spätzlesschaber verwendet werden. Aber mal ehrlich: wenn Sie schon keinen Spätzlesdrücker besitzen, werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch keinen Spätzlesschaber im Haus haben. Die so ins Wasser geschabten Spätzle werden anschließend genau so weiter behandelt wie beim Verfahren mit dem Spätzlesdrücker.

Erweiterung zu Kässpätzle

Die nach der oben stehenden Beschreibung hergestellten Spätzle sind der Grundbestandteil der sogenannten Kässpätzle.

Dafür benötigen Sie zusätzlich noch ein paar weitere Zutaten, diese sind hier mit den Mengen für 4 Personen gelistet:

  • 3 mittelgroße Zwiebeln
  • 250g Speckwürfel
  • 250g geriebener Emmentaler

Ofen vorheizen auf ca. 200 Grad.

Die Zwiebeln schneiden und andünsten.

In einer Auflaufform eine Schicht Spätzle ablegen. Darauf Zwiebeln, Speck und Käse verteilen. Diese Schichtung etwas dreimal wiederholen.

Auflaufform ca. 40 Minuten in den Ofen.

Sichtkontrolle: Die Kässpätzle sind fertig, wenn der Käse komplett zerlaufen ist und die oberste Schicht leicht angebräunt ist.

Impressum: Bernhard Lahres & Gregor Raýman Kontakt: bernhard@praxisbuch-objektorientierung.de, rayman@grayman.de